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Monats-Archive: Juni 2022

Katzenkauf, noch nie ein leichtes Unterfangen

Liebe Kaufinteressierte,

die Pandemie treibt viele Blüten und momentan stehen Katzen, Hunde und Häuser besonders hoch im Kurs. Gefühlt so hoch, dass nicht genügend “Nachschub” beschafft werden kann. Bei fehlendem Impfstoff ist der fehlende Nachschub richtig problematisch, bei Katzen nicht wirklich!

OK, du Mensch muss warten, vielleicht sogar mehrere Wochen und Monate. Das verlangt schon ziemlich viel Geduld ab, das wollen und können einige nicht. Für uns Katzen ist das schwer verständlich, sitzen wir doch manchmal zwei bis drei Stunden vor einem Mauseloch und warten auf unser Futter.

Also schaut Euch gern nach Alternativen um, das ist voll OK und es gibt unglaublich viele Katzen aus dem Tierschutz die einen guten Platz in einer Familie oder bei einer Mensch:in suchen. Auf Ebay Kleinanzeigen oder andere digitale Plattformen boomt der Verkauf von Katzen. Die Frage ist nur, wie können seriöse Züchter von Vermehrern unterschieden werden. Wie gesunde von kranken Katzen?

Übrigens: “Edel-Mixe” können wunderbare Katzen sein, aber es sind keine Rassekatzen! Die “Edel-Mix” ist eine euphemistische Bezeichnung für Mischlinge, deren Eltern verschiedener Rassen angehörten. Häufig verlieren Sie dann ihre rassetypischen Verhaltensweisen und ihr Aussehen.

Hier einige Hinweise die Ihrer Orientierung dienen.

1. Informieren Sie sich vor ihrer Anfrage über die Züchter:in. In der Regel hat sie eine Homepage oder zeigt ihre Tiere auf Facebook oder anderen Sozialen Medien. Welchem Verein gehört sie an? Gern können Sie sich von Vereinen beraten lassen. Gibt es Bilder von den Würfen, läßt sich die Aufzucht nachverfolgen und finden sich Bilder von Ausstellungen/Shows? Katzenausstellungen kosten immer nur der Züchter:in Geld. Gute Züchter:innen stellen ihre Katzen aus und lassen sie mindestens national von Richtern nach einem vorgegebenen Rassestandard bewerten. Gehört der Verein einem internationalen Dachverband an?

Wie ist der erste Eindruck, sind die Kitten propper, agil und sauber oder sind Augen, Fell, Mäulchen und Geschlechtsteile verschmutzt und verklebt. Dann sollten besser woanders weitersuchen.

2.Nehmen Sie Kontakt mit der Züchter:in auf und vereinbaren Sie einen Besuchstermin, ja, das geht. Seriöse Züchter:innen laden o0ßpInteressent:innen zu einem Kennenlernbesuch ein. ragen Sie die Züchter:in bei welchem Verein sie/er Mitglied ist und wie lange sie/er diese Rasse bereits züchtet. Fragen Sie nach der Anzahl der Würfe im Jahr und  wieviele Rassen sie gleichzeitig züchtet. Viele Würfe sind nicht per se ein negatives Indiz!

2. Kauf Sie kein Jungtier jünger als 12 Wochen oder unter 1200g (bei einer Burmakatze) Körpergewicht. Besser sind  14 – 16 Wochen alte Jungtiere, dann können sie auch vollständig geimpft sein und sind psychisch stabiler. Bei den mittelschweren Rassen nehmen Jungtiere pro Woche 80 -120g zu. Wenn sie sehr wenig wiegen waren sie möglichwerweise krank, hatten Durchfall oder sind schlecht ernährt worden. Fragen Sie genau nach, wenn Ihnen  dieses Gewicht zu gering erscheint.

3. Besuchen Sie den Züchter und schauen sich die Geschwister und Elterntiere an. Lassen Sie sich nicht nur EIN Jungtier zeigen. Meine Menschin sagt immer: “Wenn Burmakitten vor Besucher:innen  weglaufen, dann sollten die Menschen das auch tun.”  Sie fragen sich warum? Unsere Burmakitten sind das Neugierigste auf der Welt, alles interessiert sie. Sie stehen in der Regel schon hinter der Eingangstüre und warten auf Gäste, noch bevor die Besucher die Türe erreicht haben. Kleine Burmesen haben keine Angst, sie denken Sie kommen extra für sie zum Spielen vorbei.

4. Reagieren Kitten irritiert und  verunsichert in dem Zimmer, in dem Sie sich gerade aufhalten, dann kann es sein, dass sie diesen Raum nicht kennen. Wo also werden sie gehalten? Fragen Sie nach. Vielleicht lassen Sie sich ein mögliches Kittenzimmer zeigen. Fragen Sie sich, ist die Unterbringung  artgerecht? Kitten die die meiste Zeit separiert leben, können schlechter stabile und sichere Beziehungen zu Menschen entwickeln. Sie müssen von “Klein-an” mit Menschen in Kontakt treten, so wie unsere.

5. Schauen Sie sich das Umfeld an. Die Zimmer müssen nicht “wie geleckt aussehen”, aber… sind die Katzentoiletten und Futterteller sauber bzw. nur aktuell benutzt? Wie sehen Katzenbetten und Höhlen aus? “Alt und abgenutzt” ist nicht das Thema, die Sauberkeit ist es sehr wohl. Ja, es kann schon mal Katzenstreu vor einer Toilette liegen, aber sind sie grundsätzlich sauber?

6. Nutzen Sie alle Ihre Wahrnehmungsorgane, auch ihre Nase.  Katzen riechen normalerweise gut! Ihr Fell nimmt den Umgebungs- oder den Menschengeruch schnell an. Normalerweise haben sie keinen Mundgeruch (im Zahnwechsel kann das etwas anders ein). Das Odour eines gerade benutzten Katzenklos mag gerade unangenehm riechen, aber beißender Uringeruch oder stinkende Klos  sind etwas anderes. Das Würstchen lässt sich entfernen und nach wenigen Minuten ist geruchlich  alles wieder ok. Merkwürdige synthetische Raumdüfte sind für uns Katzen schädlich und manchmal sogar giftig, für was also wichtig ?!  Noch etwas, sind die Katzen und Jungtiere Tabakrauch ausgesetzt? Das ist in keinster Weise gesund für sie… Studien über Haut- Maul- und Lippenkrebs bei Katzen beweisen das.

7. Eine Züchter:in gibt die Kitten immer entwurmt, geimpft und gechipt ab. Erkundigen Sie sich genau nach dem Umfang der Impfungen (nur Katzenschnupfen und Katzenseuche oder auch Leukose und Tollwut?). Ein gelber Impfpass ist ein nationaler, ein blauer ein europäischer Impfpass. Der Blaue kostet Geld und das Kitten muss gechipt werden, den Gelben gibt es kostenlos. Wollen Sie nicht ins Ausland, dann kann es Ihnen egal sein.  Ein gechiptes und bei Tasso registriertes Tier sollte Ihnen allerdings wichtig sein, im Notfall ist seine Identität darüber festzustellen. Auch Wohnungskatzen können weglaufen und verloren gehen, bitte nicht vergessen.

8. Kitten werden heute ganz häufig frühkastriert abgegeben ODER im Kauf- und Schutzvertrag gibt es klare Vorgaben in Hinblick auf den Zeitpunkt der Kastration. Spätestens mit 8 – 10 Monaten sollte die Kastration (auch bei Mädchen!) erfolgt sein. Denken Sie daran, Burmesen sind oft “frühreif” und zeugungsfähig.

9. Fragen sich nach rassespezifischen Defekten und nach (rassespezifischen Erb-) Krankheiten.  Wir Burmakatzen werden immer wieder als kranke Katzen bezeichnet, das stimmt so nicht. Wir sind robust und langlebig, wenn wir gut gezüchtet, gut gehalten und gefüttert werden. Allerdings gibt es auch bei uns Erbkrankheiten. Seriöse Züchter:innen schließen solche Tiere aus der Zucht aus, wohlgemerkt seriöse Züchter:innen. Drei Test sind besonders wichtig, der GM2 Test, der Test auf Burmahead-Defekt und auf Hypokalämie. Bei uns Burmesen ist der GM2-Test Pflicht, wenn der Zuchtverein der Züchter:in Mitglied der FIFe (ein weltweiter Dachverband) ist. Jedes Zuchttier sollte auf auf FIV und FeLV getestet (hier gibt es eine Impfung) und nachweislich tiermedizinisch betreut sein. Insgesamt sollte die Cattery/Zwinger und die Zucht transparent und nachvollziehbar für Sie als Interessent:innen sein.

Sollte uns noch mehr einfallen, dann gibt es zu diesem Thema weitere Ergänzungen.

Sonnige Burmagrüße aus Berlin und von uns.

Eure Meggy Confetti

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