ZuMa’s Galerie – Zufall

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Zugehörigkeiten

Besuch der alten Dame

Die alte Dame Marjory

Die alte Dame Marjory

Mitte Oktober besuchten wir die alte Dame,  unsere alte Freundin und Züchterin Marjory Blacklock. Der eine oder andere kennt sie vielleicht noch, Frau Blacklock und ihren Zwinger “AJMAL”. Besonders in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts war sie sehr bekannt und erfolgreich.

“Wir” hieß in diesem Fall Ajmal Quan Yin, unser pupertäres Feuerteufelchen, Anne-Grethe (ihre Mama ist eine Ajmal-Katze) unsere Chefkatze, Bernadette S., genannt YODA und ich, der Kindergärtner, mittlerweile im Ruhestand und ehemalige WG-Sprecher der ZuMa-BurMa-Bande, Fraggle. Im Januar 1996 wurde ich bei Marjory Blacklock, damals noch in München, geboren.

Unglaublich, wie viel Zeit seitdem vergangen ist. Jetzt bin ich ein hochbetagter Greis, so wie meine Züchterin, die alte Dame Marjory.

Anne-Grethe belagert die alte Dame

Anne-Grethe belagert die alte Dame

Irgendwie war dieser Besuch schon sehr besonders, weil die Parallelen zwischen Marjory und mir unübersehbar waren. Ohne zu intim werden zu wollen, aber wir beide besitzen keine eigenen Zähne mehr und beim Gehen müssen wir sehr achtgeben, damit wir nicht fallen. Ich bin dabei deutlich im Vorteil, ich habe vier Beine und kann damit mein Gleichgewicht noch befriedigend herstellen… meine Freundin Marjory benötigt dazu Walking-Sticks. Damit besitzt sie die gleiche Anzahl an Beinen, hihihi. Wir teilen darüber hinaus noch große innere Ruhe, Gelassenheit und Geduld, aber auch fehlende Kraft und Kondition, leider.

Goldener Oktober mit der alten Dame im Veitshöchheimer Rokokogarten

Goldener Oktober mit der alten Dame im Veitshöchheimer Rokokogarten

So nutzten die alte Dame und unsere Menschin immer wieder auch eine rollende Sitzgelegenheit. Damit tummelten sie sich ohne uns. Unter anderem im Rokokogarten in Veitshöchheim.

Wir beide einigten uns darüber, wann wir unsere Ruhe- und Aktivzeiten pflegen wollten. Diese Einigung führte dazu, dass ich mich  immer in ihrem Arm schmiegte, wenn sie sich hinlegte. Meine Menschin war etwas verwundert darüber, schlafe ich doch üblicherweise neben ihr.

Diesmal nicht! Ich hatte den Eindruck, dass Marjory meine Zuwendung brauchte und genoss. Voller Freude streichelte sie mich und kommentierte wohlwollend meine Schnurrphasen und kritisierte meine spitzen Knochen (als hätte sie die nicht selbst!). Meine Anwesenheit machte sie glücklich, ist das nicht wunderbar?

Diemal wirkte ich nicht als Kindergärtner, meiner eigentlichen Profession, sondern als Altenbetreuer.  Meine sozialen Kompetenzen sind auch im hohen Alter wertvoll und wichtig, wie schön! Allerdings mussten wir aufeinander aufpassen, wenn wir gemeinsam das Bett verließen. Die Gefahr zu stürzen war schon etwas erhöht, da ich sie immer überall hin und dicht neben ihr begleitete. Manchmal stießen wir aneinander und stolperten fast. Aber keine Sorge, alles ging gut….

Burma-Besuch bei der alte Dame

Burma-Besuch bei der alte Dame

Besonders glücklich erlebte ich Marjory, wenn ihre Jüngste, Quan Yin und ich gemeinsam bei ihr lagen. Wir beiden sind uns sowieso eng verbunden, nicht umsonst tragen wir die gleiche, unvergleichlich schöne rote Fellfarbe. Quan Yin natürlich heller und leuchtender als ich.

Marjorys Befindlichkeit steigerte nicht noch, wenn sich Anne-Grethe großzügig auf ihren Bauch legte, sie wärmte und ebenfalls schnurrte.  Menschen so glücklich zu sehen ist einfach das Größte für Burmesen. OK, für uns ZuMa-BurMas.

Auf der Fahrt genießen

Auf der Fahrt genießen

Unter uns gab es eine gute Arbeitsteilung, ich betreute Marjory, Quan Yin spielte und pupertierte, Anne-Grethe trug die Verantwortung und Yoda war “very busy”. So hatte sich wenig Zeit für Marjory. Sie war schwer beschäftigt damit das gesamte Haus wieder nach Burmakatzen riechen zu lassen.

Menschen können das nicht so recht nachvollziehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ihre Nasen diesen Markierungsgeruch nicht wahrnehmen können. Eigentlich hat es mich verwundert, dass sie noch Fell an ihren Wangen und keinen starren Nacken hatte, so sehr hat sie sich an allen Flächen, Ecken und Kanten im ganzen Haus gerieben! Es sei wie’s will, jetzt weiß jede Katze der Umgebung, wem dieses Haus gehört (Yoda war auch auf der Terasse tätig!).

Fraggle wartet auf die Abreise

Fraggle wartet auf die Abreise

Leider mussten wir unseren Aufenthalt in unserer alten Heimat nach wenigen Tagen beenden, weil unsere Transporteuse selbst einen unverrückbaren Arbeitstermin hatte. Wir begleiteten unsere alte Menschin zurück in ihr neues Heim und machten uns mit unserer Antje-Menschin wieder auf den Weg nach Berlin.

Mit einer großzügigen Katzentoilette im Fußraum, hinter dem Fahrersitz, sind lange Strecken und Stau kein Problem und meistens können wir unsere Menschin dazu überreden die Transportkörbe zu öffnen… mehr möchte ich dazu nicht veröffentlichen!

Burmesische Oktobergrüße aus dem schönen Frankenland sendet Euch und Ihnen

der alte Fraggle.