ZuMa’s Galerie – Zufall

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Zugehörigkeiten

Gesundheit

Wir üben den Tierarztbesuch

Klein Pallando, 3 Monate alt

Klein Pallando, 3 Monate alt

Gestern wurde unser K-Wurf zum zweiten Mal geimpft. Dies war der Anlass für mich mal über Tierarztbesuche zu schreiben.

Immer wieder besuchen uns Menschinnen und Menschen die sich nicht vorstellen können, dass wir Katzen gelassen und ruhig zum Tierarzt gehen. Wenn unsere Menschin davon berichtet, wird sie gelegentlich ungläubig belächelt und für etwas “crazy” gehalten.

Für mich ist das unverständlich und unerklärlich! Wie oft fühlte ich mich nach einem Besuch besser, Schmerzen ließen nach, Umwohlsein hörte auf. Natürlich sind unsere  jährlichen Impfungen kleine Stiche, aber sie tun doch nicht wirklich weh. Jeder Bienen- oder Wespenstich ist dazu im Vergleich eine andere Hausnummer! Selbst bei schmerzhaften und gefährliche Eingriffen oder schwere Erkrankungen erlebten wir – manchmal zeitversetzt – Linderung und Heilung.

Ich habe die ganze Sache mal näher untersucht! Welche Faktoren wirken bei einem Tierarztbesuch mit? Mindestens drei, die Katze/die Katzen und ihre Vorerfahrungen, der Mensch, sprich Besitzer und der Tierarzt und seine Crew.

Karamell bei unserem Tierarzt, 2 Monate alt

Karamell bei unserem Tierarzt, 2 Monate alt

Schauen wir uns die Katze/n an: Ein erster Tierarztbesuch findet mit Mutter und Wurfgeschwistern statt. Ist die Mutterkatze unaufgeregt und gelassen, sind es die Kitten ebenfalls. Bei diesem ersten Besuch werden alle Kleinen einem umfassend Gesundheitscheck unterzogen. Sie werden gewogen, ihnen wird ins Mäulchen, in die Augen und in die Ohren geschaut, Herz und Lunge werden abgehört, die Temperatur gemessen, der Bauch mit seinen inneren Organen wird abgetastet, die Kniegelenke überprüft usw.

Bei der Untersuchung

Bei der Untersuchung der Kniegelenke

Unsere Kinder kennen solche Berührungen von zu Hause. Sie sind mit ihnen vertraut und nur die untersuchende Person ist jetzt der Tierarzt und nicht mehr die Menschin. Als Kinderkatzen lernen sie darüber hinaus die Einnahme von Tabletten und Flüssigkeiten. Statt Tabletten gibt es kleine Fleischbällchen und in den Spitzen ist leckere Katzenmilch oder andere Leckereien. So bewegen sie sich furchtlos und gelassen auf dem Arzttisch.

Nach der ersten Impfung

Nach der ersten Impfung

Der zweite, nicht unerhebliche Faktor heißt Mensch/in oder Besitzer/in. Ihre emotionale Verfassung ist ausgesprochen wichtig. Kann sie uns mit Zuversicht und Ruhe begleiten, so ist sie uns Sicherheit und Halt. Ist sie selbst aufgeregt und unsicher, so spüren wir diese Befindlichkeit und machen sie uns zu eigen. Und Sie wissen ja, wir sind sehr gute Seismographen für emotionale Befindlichkeiten, niemand macht uns darin etwas vor!

Er wartet bis er drankommt

Er wartet bis er drankommt

Der dritte Faktor ist der Tierarzt selbst, seine Mitarbeiter/innen und die tierärtliche Umgebung.  Hier gilt natürlich auch das, was ich bereits über die Menschen sagte. Ein Tierarzt braucht Einfühlungsvermögen, innere Ruhe und Zeit. Zeitknappheit und Hektik sind Gift bei jeder Behandlung! Darüber hinaus sollte er oder sie fachliche Autorität und Eindeutigkeit ausstrahlen. Seine Berührungen sind liebevoll, aber eindeutig und klar. Sie geben uns Orientierung und Sicherheit.

Karamell  in sicheren Händen

Karamell in sicheren Händen

Zu jedem Tierarzt gehört ein/e Tierarzthelfer/in. Sie besitzt die Fähigkeit uns sicher und ohne Angst zu halten. So fest wie ggf. nötig, aber nicht mehr als das. Ein leises Wort, ein liebevolles Steicheln oder Kraulen und wir sind die kooperativsten Patienten überhaupt.

Fraggle beim jährlichen Geriatrie-Check, Winter 2013

Fraggle beim jährlichen Geriatrie-Check, Winter 2013

Wir wissen natürlich um die Bedeutung von früheren (Vor-)Erfarungen. Nicht alle Katzen sind so glücklich und liebevoll aufgewachsen wie wir. Viele freilaufende Katzen erlebten Schreckliches und bringen diese Erfahrungen mit auf den Tierarzttisch. Diese Katzen benötigen um so mehr eine geduldige Tierärztin und ein ruhiges Behandlungszimmer.

Hier noch ein weiteres, wenn auch qualitativ schlechte, Bild mit denen ich meine Aussagen unterstreichen möchte.

Ich strecke mich noch schnell, bevor ich meine Tollwut-Impfung bekomme...

Ich strecke mich noch schnell, bevor ich meine Tollwut-Impfung bekomme…

Bleiben Sie gesund und tun Sie etwas dafür.

Beste Grüße aus der ZuMa BurMa Katzen WG aus Berlin von

Cappuccina

Das “Goldene Quartett”, unser L-Wurf ist da!

Als Sprecherin der ZuMa BurMa Bande aus Berlin darf ich stolz und glücklich die Geburt unseres “L-Wurfes” verkünden. Er wurde am frühen Vormittag des 23. August 2017 geboren. Es wird gemunkelt, sie wollten noch kleine Löwenkinder werden. Mag sein, ich weiß es nicht zu beurteilen…

L-Wurf, 19 Tage jung

L-Wurf, 19 Tage jung

Unsere Jüngste, die erstgebärende Quan Yin, hatte eine schwere Aufgabe. Das Geburtsgewicht der Welpen war für Burmesen ziemlich hoch und die Kopfe sehr groß. Tapfer hat sie die Geburt gemeistert.

2 Tage alte L-Wurf-Kinder

2 Tage alte L-Wurf-Kinder

Unsere kleine “Liquid Hope” brauchte zwei ganze Tage, um in unserer Welt richtig anzukommen. Der Geburtsschock saß tief. Mit großartiger Unterstützung von Ingrid Filgrabe, Wolfgang Riedl, Gaby Lemke und unserer Menschin in der Rolle der Hebamme, erholte sich unsere Zweitgeborene langsam, aber stetig. Herz und Lunge zeigten keine Auffälligkeiten, Probleme machte wohl der Darm.

"Liquid Hope", 6 Tage jung

“Liquid Hope”, 6 Tage

Ihren Namen erhielt sie in der zweiten Nacht, das “Liquid” brachte unsere Menschin ein und das “Hope” schenkte uns Frau Filgrade dazu, nachdem sie von “Liquid Gold” und “Liquid Love” erfuhr. Unsere Menschin hatte die Namen in der ersten Nacht geträumt…Hoffen wir mal, dass sie nicht “Hopi” als Nickname bekommt, das wäre nun eine deutliche Sinnverfälschung.

"Liquid Love",2  Wochen alt

“Liquid Love”,2 Wochen alt

18 Tage alt

“Liquid Love”, 18 Tage alt

Auf Wunsch eines einzelnen Herrn wird unsere kleine Dicke wohl “Lila Lilly” genannt werden. Ob mit oder ohne “Flüssig” davor weiß ich momentan nicht abzuschätzen, die Menschen brüten darüber, wie immer… .

"Lila Lilly"

“Lila Lilly”

“Liquid Gold” lautet derName unseres einzigen Jungen, seine Farbe war von Anfang an unbestritten rot.

"Liquid Gold"

“Liquid Gold”

Eva, die Menschin des Vaters unserer Kinder, ShwayAmore Orangutan (Tangy  genannt) ist völlig begeistert vom “Goldenen Quartett” und postet  Bilder über Bilder bei FB. Wer mag kann dort auch gucken…

2  Wochen alt

2 Wochen alt

Für alle diejenigen, die dieser “Internet-Gemeinde” nicht angehören, hier die schönsten Fotos unserer jungen Familie. Unsere “großen Kleinen”, unser K-Wurf, findet die Zwerge interessant, aber als Spielgefährten sind sie momentan absolut ungeeignet. Ihre sichere Unterbringung in der “Quan Yin Burg” (mit mir als Zerberus davor) mit Mama Quan Yin darin, hält sie noch ein wenig davon ab die Burg zu erobern.

2 Tage alte L-Wurf-Kinder

2 Tage alte L-Wurf-Kinder

Nur wird es nicht mehr lange dauern, und Quan Yin lässt seit gut einer Woche Einzelbesuche gelassen und freundlich zu. allerdings verbietet sie sich den Besuch der hauseigenen Milchbar! Egal wie liebreizend und schnurrend sich Anne-Grethes Brut auch anschleichen mag.

10 'Tage jung

“Lila Lilly”,10 ‘Tage jung

Ich bemühe mich die nächsten Tagebucheinträge zeitnah zu veröffentlichen, sind Sie bitte gnädig mit mir, auch ich  liege hingerissen vor der Mamaburg und bewache die  eentzückenden “Fiebis”, manchmal bekomme ich Hilfe, wie man unschwer sehen kann.

Yoda und Kalivèrna ante Portas

Yoda und Kalivèrna ante Portas

Es grüßt Sie burmeschisch herzlich…

Ihre Kindergärtnerin und WG-Sprecherin Fräulein Yoda

"Liquid Love"

“Liquid Love”

Massive Unterkükung bei Katzen

Wissen Sie was ich meine? Natürlich nicht, habe ich mir schon gedacht!

Ich finde “unterkükt zu sein” einen ziemlich unangenehmen, um nicht zu sagen besorgniserregenden Zustand für jede Katze, nicht nur für mich.

Am 17. März um 5.00 Uhr morgens beobachtete mein Mensch diesen extremen Notstand bei mir und  reagiert sofort, um katastrophale Folgen für mich abzuwehren. Mein Lebensretter! Gott-sei-Dank war er zu diesem Zeitpunkt schon wach und denkfähig… (um diese Zeit ist das nicht immer der Fall!).

Für Ihr Verständnis: “Unterkükung” bei Katzen  ist vergleichbart mit einer “Unterzuckerung” bei Menschen. Wir differenzieren wegen der Häufigkeit des Auftretens  in der Regel meist zwischen “Unterkükung” bei Wohnungs- und Rassekatzen und “Untermausung” bei Freigängern und Hauskatzen.

“Unterkükung” (Substantiv, feminin – zu niedriger Kükenspielgel in der Katze); “unterküken” Adjektiv (normalerweise attributiv, prädikativ und adverbial verwendbar) – an Unterkükung leidend.

“Untermausung” (Substantiv, feminin – zu niedriger Mausspielgel in der Katze); “untermausen” (Adjektiv normalerweise attributiv, prädikativ und adverbial verwendbar) – an Untermausung leidend.

Im weiteren Verlauf werden “Unterkükung” und “Untermausung” synonym verwandt.

Liebe Leserinnen und Leser, damit Sie zukünftig diese gefährliche Situation bei Ihrer Katze erkennen, werde ich Ihnen aus eigener Erfahrung die Symptome näher erläutern.

Grundsätzliches: Die Syptomatik beginnt schleichend und steigert sich innerhalb von weniger als 30 – 60 Minuten, abhängig von der letzten Nahrungsaufnahme und Aktivität des Tieres.

Bei einer Unterkükung, also einem zu geringen Gehalt an Küken in der Katze, können die Zellen ihre Funktionen nicht mehr angemessen ausführen. Ihnen mangelt es an der nötigen Energie.

Die Unterkükung macht sich zunächst im Gehirn bemerkbar, das nicht auf andere Energielieferanten als Küken (Mäuse) zurückgreifen will. Die Hirnleistung ist eingeschränkt. Insbesondere sind folgende Kompetenzen beeinträchtigt:

  • Bewusstsein, Ihre Katze bewegt sich in Bereichen welche sie üblicherweise nicht betreten darf und zeigt Verhalten welches sehr unüblich für sie ist, wie z.B. versucht Kühlschränke und Tiefkühler zu öffnen
  • Gangunsicherheit, wie z.B. Katze fällt immer wieder ihrem Menschen vor die Füße
  • Konzentrationsmangel, wie z.B. erinnert sich nicht mehr an die letzte Fütterung und Nahrungsaufnahme
  • Bewegungskoordination, Katze kann sich oder den  Futterteller nicht mehr halten, sie fallen z.B. zu Boden, Krallen können nicht mehr angemessen eingezogen werden
  • Sprachvermögen, wiederholte kleine, leise Töne, später anhaltend persistierendes Miauen in zunehmender Lautstärke
  • Orientierungsfähigkeit, wie z.B. Katze läuft im Kreis um ihre Menschen oder dem Futterplatz herum, jegliche weitere Orientierung fehlt
  • Bewegungssinn, wie z.B. atypische, zum Teil stereotype Bewegungen der Pfoten und Krallen an ihren Menschen

Symptome einer Unterkükung: Anzeichen im Überblick

Für die Katze selber fühlen sich Unterkükung vor allem wegen der spürbaren Reaktionen des autonomen Nervensystems oft bedrohlich (das wollen Sie Ihrer Katze nicht zumuten!) an. Dazu zählen:

  • innere Unruhe
  • Herzklopfen oder -jagen
  • Muskelzittern
  • Heißhunger
  • Frieren
  • kalter Schweiß
  • Kopfschmerzen
  • starkes Gähnen
  • Sprachprobleme,
  • weite Pupillen
  • Sehstörungen
  • Gangunsicherheiten wie Torkeln, Fallen
  • Blässe um Mund, Nase und auf den Maulschleinhäuten

Treten erste Anzeichen einer Unterkükung auf, muss umgehend gegengesteuert werden:

Lassen Sie sich das von mir sagen! Es hilft nur eines: sofort Küken (Mäuse) füttern!

Fräulein Yoda

Fachberaterin Fräulein Yoda

Daher sollten liebende + verantwortungsbewusste Katzenmenschen  immer frisch aufgetaute Küken, möglichst mit einer Kerntemperatur von 37 Grad Celsius (also körpernah) bei sich tragen, um sie bei Bedarf sofort zur Pfote (Hand) zu haben und dem leidenden Tier vor das Mäulchen zu legen. Ein Hineinstreicheln wird wohl nicht nötig sein.

Sollten Sie weitere Fragen zur Unterkükung oder Untermausung haben… Sie können sich vertrauensvoll an mich wenden.

Ihre Yoda

 

 

 

 

Wir nehmen Abschied von Fraggle…

…nach 20 Jahren, 9 Monaten und 27 Tagen. Wir sind dankbar, dass wir so lange mit ihm leben durfen.

Fraggle, genesend

Fraggle, genesend

Fraggle hieß offiziell: Ajmal Rusty und war nie als Zuchttier, sondern ausschließlich als Liebhabertier gekauft worden, zu einer Zeit in der ich glaubte, für immer aus der Zucht ausgestiegen zu sein. Zu Fraggle kamen wir “wie die Jungfrau zu Kind”, völlig unerwartet. Als Jungtier war er ein- oder zweimal mit Frau Blacklock auf Ausstellung gewesen, bei uns jedoch nie.

Ich entschied mich ihn am 2. November 2016, um 12.00 Uhr, zu Feiertag “Allerseelen” einschläfern zu lassen. Diese Entscheidung traf ich nicht leichtfertig, sondern in Abstimmung mit meinem Gewissen, meinem Mann und unserem Tierarzt. Allerdings machte es mir Fraggle leicht (so war er immer!) diese Entscheidung zu treffen. Seine Symptome und sein Gesamtverhalten waren eindeutig. Meine Angst, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen, war lange Zeit päsent, jetzt im Nachhinein jedoch völlig unbegründet.

Seit Ende Juli bekam Fraggle seine “flying high – going home”-Blüten. Sie waren von Wolfgang Riedl extra für ihn und zur Vorbereitung  auf seinen Weltenwechsel gemischt worden. Sie erleichterten ihm den Übergang in die andere Welt und taten ihm sichtbar gut.

Fraggle übt Altersteilzeit

Fraggle übt Altersteilzeit

Tiere regieren entweder überhaupt nicht oder gut auf Blütenessenzen. Seine Reaktionen waren positv spürbar, auch für mich. Ich glaubte mich schon zweimal vorher für immer verabschieden zu müssen, und zweimal konnte ihm geholfen werden. So waren seine letzten 5 Monat ein tägliches Geschenk, auch wenn wir wussten, dass kann nicht mehr unendlich lange so weiter gehen.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders bei unserem behandelnden Tierarzt Friedrich Weber in Berlin-Tempelhof, bei Wolfgang, Praxis Wolfgang Riedl in Berlin-Steglitz (Yoga, Massagen, Blütenessenzen) und bei Marina Tomaschowski (Homöopathie und Zucht von Van-Katzen – Avyonah) bedanken. Eure Unterstützung für Fraggle und für mich waren einfach prima! Danke.

Alle unsere Katzen konnten sich vom toten Fraggle verabschieden und taten dies in der ihnen eigenen und sehr unterschiedlichen Form.

Wir werden unseren WG-Sprecher und unseren Kindergärtner sehr vermissen.

Fraggle als Kindergärtner mit unserem J-Wurf

Fraggle als Kindergärtner mit unserem J-Wurf

Er zeigte sich immer freundlich, sehr einfühlsam und liebevoll gegenüber anderen Tiere und Menschen jeder Altersklasse. Noch vor wenigen Wochen war er dabei, als wir unsere Freundin und seine Züchterin besuchten. Diesmal schlief er nicht bei mir im Bett, wie sonst, sondern entschied sich schnell alle Tage und Nächte bei Marjory zu verbringen. Dabei legte er sich in ihren Arm oder eng neben ihren Kopf und beglückte die alte Dame mit gelegentlichem Schnurren. Stand sie auf, so begleitete er sie überall hin, ging sie zurück in Bett, so sprang er sofort wieder mit hinein.

Bei uns Zuhause schlief er in unserer Abwesenheit auf seinem “Kachelofen”, waren wir da, so lag oder schlief er bei mir oder meinem Partner. Drängelte Yoda mit ihm um einen Platz auf dem “Kachelofen” oder im Bett, so rutschte er ein Stück beiseite und teilt sich den Wärmeplatz mit ihr oder auch mit jeder anderen unseren Katzen.

Besondere Leidenschaft hatte er bei der Aufzucht der Juntiere entwickelt, daher rührt auch sein Titel “Kindergärtner”. Ließen es die Mutterkatzen zu, so saß er bei der Geburt der Babies neben oder auf der Wurfkiste und putzte die Kriesende und später ihre Babies.

Fraggle und Joshua, das Elflein

Fraggle und Joshua, das Elflein

 

Wollte die Mutterkatze mehr Abstand, so respektierter er das, kam aber täglich einmal zur Wurfkiste, setzte sich im angemessenen Abstand davor, wartete  und beobachtete genau. Bekam er kein positiv, zustimmendes Signal der Mutterkatze, so ging er wieder weg, um am nächsten Tag erneut anzufragen… dies tat er so lange, bis die Mütter ihre Genehmigung zu Besuchen gaben. Dann war er der liebevollste Versorger der Kittens, neben den Müttern. Er putzte sie, brachte ihnen anfangs Spielzeug, später Futter und leitete sie an, wie ein Katzenklo zu benutzen ist und putzte sie ggf. sauber.

Jammerte ein Baby so beruhigte er es oder brachte es wieder in die Wurfkiste. Jetzt fragt man sich, ob die Mutterkatzen ihren Pflichten als solche nicht nachkamen? Nein, aber er unterstützte die Mütter immer bei ihren vielfältigen Aufgaben und sie vertrauten ihm auch ihre Kinder an. Manchmal gewann ich den Eindruck, dass sie froh waren um seine Hilfe.

Glückliche Elternschaft

Glückliche Elternschaft

War jemand von uns Menschen krank, fühlte sich nicht wohl oder war aufgeregt oder traurig, so nahm Fraggle dies sehr sensibel wahr. Je nach Bedarf legte er sich dazu, spielte lebende Wärmflasche oder er tröstete. Aber er konnte Menschen (und nicht nur mich) auch ablenken und zum Lachen bringen, indem er sich albern verhielt.

Seine besonderen Kompetenzen waren – neben seinem hohen Einfühlungsvermögen – seine Fähigkeit unser Verhalten und unsere Befindlichkeit zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, meistens jedenfalls.

Er hatte ein großes Herz und begegnete aller Welt mit so großer Offenheit und Vertrauen, dass er manchmal naiv wirkte. Er war niemals schüchtern, sondern ging auf alle Lebewesen zu, egal ob Mensch oder Tier und zeigte besonders bei jungen Kindern eine hohe Toleranz und Geduld. Er ließ sich rumtragen und spielte ihre Spiele mit, auch wenn die Kinder etwas unsanft oder ungeschickt mit ihm umgingen.

Fraggle beim jährlichen Geriatrie-Check, Winter 2013

Fraggle beim jährlichen Geriatrie-Check, Winter 2013

Kein einziges Mal habe ich diesen Kater knurren, fauchen, kratzen oder beißen erlebt. War auch nie nötig für ihn. Er wurde von den anderen gut behandelt und handelte ebenfalls gut. Kritische Situationen deeskalierte er, indem er weg ging, statt zu provozieren. Er hatte es nie nötig den “starken Maxen” zu spielen… .

Da fragt man sich natürlich schon, was ist das für einer bzw. was war das für einer? Wir lernten ihn bei seiner Züchterin Frau Blacklock kennen, als wir unseren “bestellten” braunen Kater “Shiva” Anfang August 1996 abholten. Shiva war im März geboren und Fraggle im Januar. Wir hatten die Züchterin gebeten Shiva 4 statt 3 Monate zu behalten, weil ich davon überzeugt bin, dass ein längerer Verbleib des Jungtiers bei der Mutter in der sozialen Familen mehr Sicherheit und Stabilität für das Katzenkind und dessen Psyche bringt.

Fraggle unser Kinderbetreuer, 17 Jahre alt

Fraggle unser Kinderbetreuer, 17 Jahre alt

Fraggle war aus dem vorhergehenden Wurf “übrig” geblieben und wuchs mit dem nachfolgenden Wurf und sozusagen mit zwei Müttern auf. Die beiden Mütter hatten sich vertragen und versorgten die beiden Würfe gemeinsam. Ich denke dies war ein guter Ausgangspunkt für sein Verhalten.

Später als Jungtier wurde er zusammen mit Shiva schwer krank und brauchte umfängliche, wochenlange Behandlung. Zu diesem Zeitpunkt hat niemand von uns je geglaubt, dass die beiden Kater jemals sooo lange leben würden. Vielleicht hat dieses Handling, diese enge und langdauernde Behandlung dazu geführt, dass er uns bedingungslos vertraute, wer weiß.

Mit nur einem funktionstüchtigen Lungenflügel, mit Herzgeräuschen und mit einer chronischen Erkrankung über 20 Jahre alt zu werden ist fast unglaublich.

Fraggle liegt jetzt im Kreis seiner Verwandten und Freunde im brandenburgischen Sand. Eine große Fläche Immergrün bedeckt die Gräber und erinnert uns sichtbar an sie und an Fraggle. Fraggle, Du hinterlässt viele gute und warme Erinnerungen. DANKE

Danke für die Zeit , die wir mit Dir leben und teilen durften.

Deine Menschin Antje, im Namen der ganzen ZuMa-BurMa Bande und Dein Mensch André

Fraggle

Fraggle, dösend

 

 

 

Fraggle, ein zahnloser Liebhaber…

Fraggle, 20jähriger, eine Woche nach der OP

Fraggle, 20jähriger, eine Woche nach der OP

gab im fortgeschrittenem Alter von 20 Jahren, Montag letzter Woche,  seine letzten vier verbliebenen Zähne (seine stattlichen Reißzähne) ab. Vor etwa zwei Jahren mussten ihm schon die Backenzähne entfernt werden, weil die Zahnfleischentzündungen kein Ende nahmen.

Er hat die Operation und besonders die Narkose GUT ÜBERSTANDEN und ist auf dem besten Weg der Genesung.

Wir hatten große Sorge, ob er aus der Narkose wieder aufwacht, weil ihm nur noch ein funktionsfähiger Lungenflügel mit Sauerstoff versorgt und sein Herz reichliche Klappengeräusche produziert. Er ist halt ein alter Kater! Bei ihm dürfen “Abnutzungs- und Ermüdungserscheinungen” auftreten.

Fraggle, genesend

Fraggle, genesend

Über einen längeren Zeitraum konnten wir eine Operation vermeiden, nur war es an der Zeit eine Entscheidung zu treffen.

Er sollte keine Schmerzen leiden und die Sekundärerkrankungen mussten aufhören!

Einschläfern kam überhaupt nicht in Frage, dazu lebte er noch zu gerne, kümmerte sich um die Katzenkinder und war insgesamt zu vital, als dass man eine Tötung hätte in Erwägung ziehen müssen.

Also kam nur die Extraktion der Zähne in Frage, mit dem Risiko, dass sein Kreislauf, sein Herz und seine Lunge das nicht aushalten… und er die OP nicht überlebt. Glücklicherweise haben wir Friedrich Weber, unseren großartigen, sehr erfahrenen undsehr kompetenten Tierarzt. Er ist ein hervorragender Operateur, kennt und behandelt Fraggle seit fast 20 Jahren und hat . Mit allen Absicherungsmöglichkeiten und größter Achtsamkeit wurde Fraggle auf die OP vorbereitet.

Fraggle unser Kinderbetreuer, 17 Jahre alt

Fraggle unser Kinderbetreuer, 17 Jahre alt

Montag Mittag war dann klar, FRAGGLE LEBT und die OP verlief ohne Komplikationen! Mit entsprechenden Schmerzmitteln versorgt galt es nun zu genesen. Einige Tage später erhielt er noch ein Depot-Antibiotikum. Seine täglichen kleinen Infusionen mit Ringer-Laktat kennt er bereits und läßt sie mit Geduld und dem Wissen, dass sie ihm gut tun, über sich ergehen.

Fraggle, genesend mit Halsband

Fraggle, genesend mit Halsband

Kaum wieder zu Hause angekommen forderte er Nahrung ein und war ziemlich ungehalten, dass ihm seine Menschin das Futter erst etwas später reichte. Momentan lernt er so gänzlich ohne Zähne zu fressen. Gelegentlich muss er noch ein Pfötchen einsetzen, was kein Problem darstellt. Die Veränderung im Mäulchen löst die eine oder andere sensorische Irritation aus, aber das Bluten hat sehr schnell aufgehört und weiches Futter ist jetzt das Mittel der Wahl.

Fraggle beim jährlichen Geriatrie-Check, Winter 2013

Fraggle beim jährlichen Geriatrie-Check, Winter 2013

Auf diesem Weg möchte ich meinen großen Dank und mein großes Vertrauen aussprechen an die Tierärztliche Praxis Friedrich (Fritz) Weber in Berlin-Tempelhof. Er und sein tolles Team haben wieder einmal bestens gearbeitet. Großartig!

Lieber Fraggle, keine Sorge so ohne Zähne, ich als Deine Menschin werde Dir immer rechtzeitig Deine Krallen schneiden, dazu brauchst Du keine Zähne mehr und dein Futter wird so vorbereitet, dass Du es auch ohne Gebiss gut zu Dir nehmen kannst.

Ich wünsche Dir noch ein langes und gutes Leben bei uns. Schön, dass Du uns noch begleiten wirst, hoffentlich noch einige geraume Zeit lang.

Deine Menschin Antje